Wie viele Fahrzeuge nutzt der Vertrieb? Das ist die Sorte Frage, die man für erledigt hält, bevor man sie überhaupt gestellt hat. In der Tabelle steht schließlich, welche Person zu welchem Fahrzeug gehört — gepflegt, überall gefüllt, sieht gut aus. Sie sagt nur nicht, ob die Person den Wagen zugewiesen bekommen hat oder ob sie ihn gefahren ist — und davon hängt die Antwort ab.
In den meisten Projekten steht die erste Tabelle schneller als die erste Definition. Verständlich — eine Tabelle kann man zeigen, über eine Definition muss man sich erst einigen. Und an dieser Einigung hängt, ob am Ende Antworten herauskommen oder Zahlen, über die drei Abteilungen streiten.
„Michael, ich habe eine einfache Frage." Silvia Seven, CFO von FastChangeCo, schiebt das Projektstatusdeck beiseite. „Wie viele Projekte haben in den letzten zwei Jahren das Thema ‚Kunde' von Grund auf neu definiert?" Michael Mueller schluckt. Er kennt die Antwort. Und sie ist unangenehm.
Am Ende von Teil 3 stand eine Frage im Raum: ob ihr eigentlich nachweisen könnt, was in euren Reports steht – und wer euch danach überhaupt fragt. Drei Teile lang ging es um die fachliche Anwendung. Jetzt fragt jemand von außen nach. Und die Argumentation, die das Management überzeugt, beginnt genau an dieser Stelle.
Teil 2 endete mit einem Satz von Diego: „Zeitreisen gehen auch vorwärts. Rückwirkende Buchungen, geplante Preise, Szenarien für die Zukunft." Genau da steigen wir jetzt ein.
Der erste Teil endete mit einem Versprechen: Damit zwei Zeitlinien sauber ineinandergreifen, müssen ihre Zeitperioden in eine klare Beziehung zueinander gebracht werden. Genau diese Mechanik schauen wir uns jetzt an.
Es gibt eine Frage, die in jedem Workshop früher oder später kommt: „Brauchen wir diese Komplexität wirklich?" Gemeint ist die bitemporale Historisierung – zwei Zeitlinien statt einer, ein paar Spalten mehr, mehr Logik beim Laden. Die Frage ist berechtigt.
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